Dienstag, 16. August 2011

Stadtpartie: Freiburg

In einem Gastauftritt: Ein mit meinem Initial versehener Schwarzwälder Kirsch-Muffin, hergestellt von der unendlich charmanten Miss Carrie. Noch einmal Entschuldigung dafür, dass ich dich in Ecken deiner eigenen Stadt geführt habe, die du nie sehen wolltest.





Montag, 8. August 2011

IRL

Was ist, wenn man sich mit befreundeten Bloggern, die man zu 97% nur übers Internet kennt, im echten Leben trifft und diese dann feststellen müssen, dass man viel weniger cool ist, als man im Internet tut?

Mittwoch, 30. März 2011

Mein allererster Kochclash

Der Stiller und die Hannah bekriegen sich schon das sechste Mal in der Küche - weiß auch nicht, was die gegeneinander haben -, und heute habe ich mich zum ersten Mal mit in den Kampf geworfen. Die Waffen sind acht Zutaten, von denen eine die Hauptzutat ist, jeweils drei von Stiller und Hannah bestimmt werden und das Kommentariat die letzte per Publikumsjoker festlegt. Bei ihrem Kochclash Nummer 6 kamen dabei Couscous, Paprika, Limette, Joghurt, Erdbeeren, Schokolade, Frühlingszwiebeln/Lauch, und Nüsse heraus. Mit allen diesen Zutaten und keinen anderen (außer Küchenbasics wie Zwiebeln, Öl, Gewürze) muss dann inspiriert gekocht werden.
Nachdem ich so blöd war, mir vorher anzuschauen, was die beiden daraus gemacht haben, nämlich das hier und das hier,war ich eigentlich fast versucht, den gnädigen Mantel des digitalen Schweigens über mein zusammengeworfenes Amateuressen zu decken. Weder optisch noch von der Raffinesse her können mein Paprika-Lauch-Ragout an Couscous und marokkanischem Joghurt und der Erdbeersalat mit Limettenvinaigrette und Weißen Schoko-Walnüssen da mithalten - aber jetzt hab ich's gekocht, jetzt muss ich's auch zeigen.
Auf jeden Fall habe ich ein Töpfchen Naturjoghurt mit einer durchgepressten Knoblauchzehe und ein paar Blättchen gehackter Minze verrührt und kaltgestellt. Dann habe ich eine rote und eine gelbe Paprika sowie zwei Stangen Lauch kleingeschnitten und mit Olivenöl, noch ein bisschen Knoblauch (kann man nie genug haben), etwas Brühe, Tomatenmark und Cayennepfeffer in einem tiefen Topf geschmort. Dazu gab es dann natürlich Couscous, aber total ungerollt und gar nicht hübschgemacht. Das Ergebnis war dann denkbar unattraktiv, aber superlecker. Dieser Joghurt wird für mich langsam zur Wunderwaffe, der macht alles besser.

Über den Nachtisch habe ich mir lang den Kopf zerbrochen. Ich mag nämlich Schokolade nicht besonders und wollte fast nicht mitmachen, weil ich keine Lust hatte, mir davon mein Essen verderben zu lassen. Dann kam ich aber auf den Gedanken, dass weiße Schokolade ja auch Schokolade ist, die bloß gar nicht nach Schokolade schmeckt. (Ich finde mich immer noch sehr schlau.) Deshalb tat ich also folgendes: Erdbeeren kleinschneiden und in einer Vinaigrette aus einer kleinen Prise Zucker und der abgeriebenen Schale und dem Saft einer Limette marinieren. Weiße Schokolade hacken, im Wasserbad schmelzen und Walnüsse damit überziehen.

Und obwohl das nicht besonders hübsch ist, äußerst schlecht fotografiert, und wenig kreativ:
Superlecker war es allemal. Hab' ich jetzt gewonnen? Ja, oder?

Dienstag, 15. Februar 2011

Goto:Columbia Road Flower Market

Die letzte Mission, die ich verbloggen werde, schickte mich weit in den Osten Londons. (Ich habe noch andere bekommen, aber die stellten sich entweder als äußerst enttäuschend heraus [verzeih mir, Patrizia] oder wurden von mir nicht am Stück, sondern eher im Vorbeigehen hier und da erledigt [hallo rebhuhn!]).

Auch von dieser letzten Aufgabe erledigte ich streng genommen nur einen Bruchteil. Caroline schrieb: "Go to Columbia Road Flower Market. On a Sunday. On the way there or back you must:
a. have your picture taken inside a traditional phone box
b. sit on a doubledecker bus, on the top all the way in the front
c. drink at least half a pint of beer without foam
d. say one sentence with the words "innit" and gov'nor
e. HAVE FUN!"
Ihr könnt es euch schon denken: War mir alles zu peinlich. Das Fräulein kennt meine Schwachstellen einfach zu gut. Zum Blumenmarkt bin ich wohl gefahren, und das auch in einem Doppeldeckerbus, aber nicht ganz oben ganz vorne, weil Sonntagvormittag und voll mit Touris. Und viele weitere Anmerkungen habe ich eigentlich gar nicht, deswegen gibt's jetzt einfach ein paar bunte Blumenbilder. Gern geschehen!






Goto:St. Martin in the Fields

In London bin ich ja leider schon seit einer Weile nicht mehr und habe noch länger nicht gebloggt, dabei liegen hier noch zwei Goto:-Missionen, die ich dem werten Publikum (und denen, die sie sich gewünscht haben) nicht vorenthalten will.
Meine treue Kommentatorin Inge sandte mir folgende Nachricht: "Go to the Trafalgar Square, look for the church St. Matin-in the fields (it's near the National Gallery), have a nice cup of tea in the Krypta and trie to listen to a Concert. I am sorry about my english, but i don't want to become a Translater."
Konzerte, so verrät es mir die Website, sind in dieser Kirche nicht gerade preisgünstig. Das hauseigene Kammerorchester wird von Sir Neville Marriner dirigiert und genießt Weltruhm. Allerdings gibt es auch einen Kirchenchor, und der nutzt jeweils die sonntäglichen Messen als Übungsgelegenheit - da habe ich mich dann hineingeschmuggelt.

Die Krypta ist sehr schlicht und stimmungsvoll und bietet Kuchen, Kaffee und Essen an, alles in Bio und alles recht preisgünstig für London, was mein Studentenherz freut.

Zu meinem Kännchen Tee mit Milch und Zucker genieße ein paar Seiten Bukowski und hoffe, dass Gott in seinem Zorn ob dieser unchristlichen Lektüre nicht die geweihte Decke über mir einstürzen lässt.

Tat er nicht. Ich begebe mich ein Stockwerk weiter nach oben, um im Gottesdienst um Vergebung zu bitten. Das überraschend gülden-kitschige Dekor verrät: Katholiken!

Das wiederum hilft mir dabei, mich gänzlich zu assimilieren. Auch wenn mir die gesungenen Lieder im Gesangbuch auf den ersten Blick alle unbekannt vorkamen, so scheint doch mein langjähriger Ministrantendienst bewirkt zu haben, dass ich die Melodien jeder Zeile nach den ersten paar Noten aus dem Kopf vollenden kann.

Der Chor singt sehr schön. In seiner Predigt rät der Pfarrer dann seiner Gemeinde, sich im Alltag mehr Besinnung und Ruhe zu gönnen und, praktische Konsequenz, deshalb keine Business-Lunch-Meetings anzusetzen. Alte Kirchen, moderne Zeiten.